Zahlungsbetrug wird raffinierter: So schützen Sie Ihr Unternehmen

Künstliche Intelligenz beschleunigt digitale Prozesse und eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Doch leider können diese Technologien auch missbraucht werden, um Betrugsversuche immer raffinierter zu gestalten. Gleichzeitig schaffen komplexe digitale Workflows neue potenzielle Angriffspunkte. Umso wichtiger ist es, gerade bei Corporate Payments sensible Daten und Zugänge wirksam zu schützen.


Neue Funktionen nicht nur leistungsfähiger zu machen, sondern zugleich auch sicherer zu gestalten, gehört zu den zentralen Aufgaben von Lilian-Margarete Biel, Product Manager AirPlus Portal. Ihr Ansatz dabei: eine gute Cyber Hygiene. „Der Begriff beschreibt die Gewohnheiten und Best Practices, die wir jeden Tag befolgen sollten, um unsere Daten zu schützen.“

Welche neuen Risiken sollten Unternehmen also im Blick behalten – und wie können sie die Sicherheit ihrer Zahlungsdaten konkret erhöhen?

 

Neue Technologien, neue Vorgehensweisen

Viele Betrugsversuche zielen heute nicht mehr ausschließlich auf technische Schwachstellen. Stattdessen versuchen Betrüger mit Social Engineering, Menschen gezielt zu manipulieren und so an sensible Informationen oder Zugangsdaten zu gelangen.

Dabei spielt auch Künstliche Intelligenz eine zunehmend wichtige Rolle: So lassen sich E-Mails oder Textnachrichten erstellen, die täuschend echt wirken und vermeintlich von einer Führungskraft stammen. Selbst Videoanrufe können mithilfe von Deepfakes manipuliert werden.

Wenn – wie bei Corporate Payments – häufig mehrere Plattformen und Systeme zum Einsatz kommen, steigt auch die Zahl möglicher Angriffspunkte – insbesondere, wenn Zugangsdaten nicht ausreichend abgesichert sind.

 

3 Maßnahmen, um Risiken zu reduzieren

 

Wer benötigt welche Informationen – und wofür? Ein durchdachtes Rollen- und Rechtekonzept kann unberechtigte Zugriffe verhindern und Schäden begrenzen, falls es dennoch zu einem Sicherheitsvorfall kommt.

Auch das AirPlus Portal folgt diesem Need-to-know-Prinzip: Nutzer erhalten abhängig von ihrer Rolle definierte Zugriffsrechte. Diese werden kontinuierlich weiterentwickelt – mit dem Ziel, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bestmöglich miteinander zu verbinden.

Passwörter allein stoßen beim Schutz von Zugängen an Grenzen – ihre Sicherheit hängt stark davon ab, wie komplex und einzigartig sie gewählt werden. Umso wichtiger sind sichere Authentifizierungsmethoden, die sich zugleich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Im AirPlus Portal stehen dafür unter anderem Authenticator und Passkeys zur Verfügung. Authenticator-Apps erzeugen zeitlich begrenzte Codes direkt auf dem jeweiligen Gerät. Passkeys gehen noch einen Schritt weiter: Sie ermöglichen die Anmeldung ohne Passwort über ein registriertes Gerät, beispielsweise per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Da dabei kein Passwort übertragen wird, bieten sie einen besonders hohen Schutz vor Phishing.

Technische Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig – doch Fraud Prevention ist immer auch eine Frage des richtigen Verhaltens. Denn gerade Social Engineering setzt darauf, Menschen zu einer Handlung zu bewegen, die sie unter normalen Umständen vielleicht hinterfragen würden. Hier kommt für Lilian-Margarete Biel erneut die Cyber Hygiene ins Spiel:

„Cyber Hygiene lässt sich nicht zentral umsetzen. Sie funktioniert am besten, wenn alle ihren Teil dazu beitragen.“
– Lilian-Margarete Biel, Product Manager AirPlus Portal

Cyber Hygiene sollte deshalb keine einmalige Schulungsmaßnahme sein. Regelmäßige Informationen, klare interne Prozesse und eine Kultur, in der ungewöhnliche Anfragen hinterfragt werden dürfen, helfen dabei, Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen.

Im Arbeitsalltag können bereits einige einfache Grundregeln einen Unterschied machen:

  • Absender genau prüfen,
  • ungewöhnliche Zahlungsanfragen über einen zweiten offiziellen Kommunikationsweg bestätigen,
  • Passwörter nicht mehrfach verwenden und
  • verdächtige Aktivitäten schnell melden.

Denn die Wege, über die Betrüger Kontakt aufnehmen, sind vielfältig: Phishing per E-Mail, Vishing und Spoofing über Telefonanrufe, Smishing per SMS oder Quishing über manipulierte QR-Codes sind nur einige Beispiele.

 

Sicherheit braucht mehrere Ebenen

So wie sich Technologien und Geschäftsprozesse weiterentwickeln, verändern sich auch die Methoden von Betrügern. Entscheidend ist deshalb das Zusammenspiel verschiedener Schutzmaßnahmen: klar geregelte Zugriffe, starke Authentifizierung, sichere Prozesse und sensibilisierte Mitarbeitende.

Gute Cyber Hygiene macht es Betrügern schwerer, erfolgreich zu sein – und trägt gleichzeitig dazu bei, dass Corporate Payments sicher und komfortabel bleiben.

 

 


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